Chile
06.10.2025
Ádios Peru......Bienvenidos Chile!!!! Der Grenzübergang war etwas verwirrend. Wir dachten zuerst das wir falsch gefahren sind, es stellte sich raus, dass wir doch richtig waren. Bei Ankunft trafen wir die zwei Motorrad Fahrer aus Brasilien. Die zwei Jungs hatten wir an der Baustelle getroffen an der wir 1,5h gewartet hatten und bei dem Ausflug in Puno zu den Schilfinseln. Zuerst mussten wir einen Laufzettel ausfüllen, dieser kostete 3 Soles pro Person. Wir hatten keinen einzigen Soles mehr, da wir entschieden, das übrige Geld zu vertanken, so war es auch. Zum Glück waren die zwei Jungs da, denn der eine bezahlte für uns, sehr nett. Auch halfen sie uns bei den restlichen Schaltergängen und zeigten uns wo wir als nächstes hin müssen. Ohne die zwei, hätten wir länger benötigt. Mit dem besagten Laufzettel ging man zum Schalter für den Ausreisestempel aus Peru abholen. Danach zum Schalter um den Einreisestempel nach Chile zu erhalten. Dann kam das mit dem TIP abgeben aus Peru und gleich anschließend den TIP für die Einreise nach Chile. Das ganze dauerte ca. 2h, ganz normale Dauer. Zum Schluss durfte noch ein Hund uns beschnuppern und wir mussten die Taschen auf den Koffern durch einen Scanner durchlassen. War nicht schlimm, denn die Taschen ließen sich schnell und einfach entfernen und wieder anbringen. Die Beamten wollten noch das wir unsere Koffer ebenfalls durch den Scanner lassen, aber sie akzeptierten, dass Nelli sagte, das gehe nicht. Deswegen schauten die bloß rein und es war ok. Da wir heute nach der Grenze eine Zeitverschiebung von 2h hatten (5h Unterschied zu Deutschland), kamen wir nach 60km und Grenze, um 13:15 Uhr an. Jetzt hieß es schnell die Wäsche zur Wäscherei bringen, denn diese schloß um 14 Uhr. Die Wäscherei war nur 200m von uns entfernt, das schafften wir rechtzeitig. Im Hotel angekommen, wollte Micha bei der Nelli die vorderen Bremsbeläge tauschen, aber Micha meinte die sind noch viel zu gut zum Tauschen, so blieben die drauf. In Chile haben sich gewisse Dinge schlagartig geändert, z.B.
-der Zebrastreifen in Chile wird wahrgenommen und die Fußgänger haben Vorrang
-wenn eine Geschwindigkeitsbegrenzung angegeben ist, wird es eingehalten
-es gibt keine Mototaxis's
-es fahren nur vereinzelte Kleinkrafträder herum
-es wird nicht mehr gehupt für alles
Durch diese Veränderungen im Straßenverkehr ist es um ein vielfaches stressfreier und ruhiger im Stadtverkehr geworden. Schön.
07.10.2025
Fahrstrecke 332km in 3h 45min..
Wir hatten am Vortag nicht getankt da es nur eine kurze Strecke war. Als wir aus der Stadt fuhren, kam ein Schild mit der Angabe, dass die nächste Tankstelle erst in 270km kommt, daraufhin drehten wir um und tanken voll. Wir fuhren unsere geplante Route und Micha kam mit einer Restweite von 11km an der besagten Tankstelle an. Vorher tanken war doch gut. Danach ging es noch die restlichen 40km zum Hotel nach Iquique. Heute gab es was leckeres zum Essen, wir waren im Steakhouse. Dorthin liefen wir am Strand entlang, somit hatten wir etwas Bewegung. Die 2h Zeitumstellung haben wir noch nicht ganz verarbeitet, aber das wird schon.
08.10.2025
Fahrzeit 5:13 h für 425km. Ziel war die Stadt Antofagasta, hier waren wir zwei Nächte, weil ein Ausflugtag geplant war. Wir hatten uns für die kürzere Strecke auf der 1S entschieden, denn auf der 5S hätten wir laut google eine halbe Stunde länger benötigt. Die Strecke verlief schön an der Küste entlang, war sehenswert und die Straße war nichr schlecht. Ein kleines Stück Baustelle von 40min. Fahrt auf Schotter, benötigte etwas Zeit, war aber gut befahrbar. Als erstes fuhren wir zu einer Werkstatt die auch Reifen verkaufte. Nur in Chile bekamen wir die gewünschten Reifen, die Micha' s Geschmack entsprachen. Was bedeutete wir hatten gleich welche gekauft und bei Nelli hinten festgeschnallt. Wir hatten versucht in Buenos Aires bei mehreren Motorrad Reifenhändler welche zu bekommen um sie dort auch montieren zu lassen. War leider ein Ding der Unmöglichkeit, also mitnehmen, war die einfachere Variante. Auch bei Triumph Argentinia gab es weder Reifen noch die Möglichkeit diese montieren zu lassen, man glaubt es nicht. Heute hatten wir viel Zeit verschwätzt, einmal beim Tanken und dann beim Reifen kaufen. Wir trafen Menschen die sich gerne mit einem unterhielten, deshalb kamen wir erst gegen 16:30 Uhr im Hotel an. Das war nicht schlimm, da das Restaurante erst um 18 Uhr öffnete. Der Weg nach dem Essen war nicht lang und wir hatten sogar einen chilenischen Rotwein verkostet.
09.10.2025
Ausflugtag auf einem Motorrad, Nelli durfte entspannt hinten drauf sitzen. Es ging 60 km zur Skulpur "Mano del Desierto", dass ist die Hand die aus dem Sand ragt. Die Skulptur ist ein eindringlicher Aufruf, die Erde nicht weiter zu verwüsten. Ein paar Fotos machten wir und wir ließen die Drohne fliegen. Micha versuchte etwas Spaß im Offroad zu haben, leider blieb er stecken und grub sich immer mehr ein. Nelli durfte helfen die Maschine aus dem Loch herauszubekommen. Zum Glück schafften wie es zu zweit. Danach wollten wir eigentlich die blühenden Blumen in der Atacama Wüste finden, aber es waren keine da, wir hätten wahrscheinlich viel weiter südlicher fahren müssen. So ging es wieder zurück nach Antofogasta und wir kauften etwas ein. Zurück im Hotel gingen wir an den Strand ein bißchen laufen und dann war etwas chillen und planen für die nächsten Tage angesagt. Noch etwas Essen, duschen und ab ins Bett. Gefahrene Strecke 302km in 3h 23min..
10.10.2025
Es ging mal wieder etwas in eine höhere Lage, der Ort San Pedro de Atacama liegt bei ca. 2400üNN. Es wurde während der Fahrt immer wieder mal warm und kalt, auch erhielten wir starken Seitenwind. Die Landschaft eine Einöde bis kurz vor San Pedro de Atacama, es zeigte sich ein wunderschönes Tal " Valle de la Muerte". Es ist geprägt von roten, spitzen Hügeln. Wunderschön, leider sind wir nur daran vorbeigefahren, aber das werden wir morgen uns genauer anschauen. Auf dem Weg nach San Pedro de Atacama mussten wir in Calama tanken. Und wie der Zufall es wollte, entdeckten wir zwei Motorradfahrer die vor uns in die Tankstelle einbogen. Micha erkannte ein österreichisches Kennzeichen und sagte sofort, daß sind bestimmt Kathrin und Reini, die beiden verfolgten wir auf Polarsteps seit Juni 2024, die beiden flogen letztes Jahr ein paar Tage vor uns nach Canada. Micha begrüßte beide gleich mit ihrem Vornamen und beide waren erstaunt. Es ergab sich das wir einen Kaffee mit ihnen tranken und es stellte sich heraus das sie zur gleichen Ortschaft wollten wie wir. So schlossen wir uns zusammen und fuhren die restliche Strecke nach San Pedro de Atacama. Dort hatten wir ein Hostel gebucht und die zwei kamen auf einem Campingplatz unter. Wir trafen uns in einem Restaurant und aßen gemeinsam, natürlich unterhielten wir uns sehr gut mit ihnen. Es war einfach schön mit jemanden die Erfahrungen aus den vielen Ländern teilen zu können und vor allem deutsch sprechen zu können. Gefahrene Strecke 330km in 3,5h.
11.10.2025
Ausflugtag.......Es ging zum Frühstücken irgendwohin in die Wüste mit dem Blick auf die Vulkane Licancabur und Juriques. Es war sehr frisch und etwas windig, im Bus konnten wir uns immer wieder aufwärmen. Es ging weiter auf der Straße 27 in Richtung Argentinien, irgendwo bogen wir links ab und waren in der Tara Salzebene, hier gab es diverse Felsen die mitten in der Wüste standen, diese sind Vulkangesteine die durch Wind- und Wassererosion geformt wurden, sehr fotogen. Weiter ging es zu verschiedenen Lagunen, in einigen waren Flamingo's zu sehen und Gelbschnabel-Blässhühner. Weiterhin sahen wir auf unserer Strecke Vikunja's. Hierbei handelt es sich um das kleinste wildlebende südamerikanische Kamel, das in den Anden beheimatet ist. . Nachdem alle Orte angefahren und fotografiert wurden, hielten wir bei der Rückfahrt an einer Schlucht an, diese gehörte zum Puritama Flusssystem. Dort erhielten wir unser Mittagessen und konnten die Schlucht bestaunen/fotografieren. Zum Schluß wurden wir in dem Ort ausgesetzt und durften zur Unterkunft laufen. Da wir noch Zeit hatten, fuhren wir mit einem Moped zur Landschaft "Vallede la Luna", machten einige Fotos und fuhren zurück. Micha durfte noch eine Fernwartung machen. Abends waren wir nochmal mit Kathrin und Reini Essen.
01.11.2025
Es stand wieder ein Grenzübergang an, es ging nach Chile wieder rein. Um so weiter wir zu den Bergen kamen um so schöner wurde es, endlich wieder Berge und Kurven. Wir wollten den alten Pass nehmen anstatt den Tunnel. Den ersten Kilometer konnten wir fahren, aber dann war Schluß, die Schranke war unten. Schade, dann eben durch den Tunnel. Für den Grenzübergang wurde ein neues überdachtes Gebäude gebaut. Wir mussten dem Weg folgen wo auch die Autos fuhren. Innen im Gebäude machten wir zuerst einmal Ausreise Argentinien und gleichzeitig Einreise Chile. Dann mit dem Aufzug in den dritten Stock runter fahren um den argentinischen TIP abzugeben. Mit dem Aufzug wieder auf Stock 5 und zu einer Person in einer roten Jacke (Aduana) gehen und den ausgefüllten Zoll Zettel abgeben, dieser schaute sich die Taschen und die Koffer an. Zum Schluss zu einer Person gehen, die eine grüne Jacke an hatte (SEG), dieser schaute sich nochmals die Taschen und Koffer an. Danach hatten wir auf unserem Laufzettel alle drei Stempel zusammen und durften das Grenzgebäude verlassen. An der Grenze auf etwas mehr als 3000üNN hatten wir 6°C, bei Abfahrt Mendoza 14°C und bei Ankunft in Los Andes 21°C. Die Berge waren sehr schön zum Anschauen, dadurch kam uns die Strecke von 269km in 3h 47min. gar nicht so lang vor.
02.11.2025
Die Berge waren gestern sehr schön, aber heute gab es wieder nur geradeaus fahren. Die Strecke von 340km in 3h 48min. brachten wir hinter uns und kamen in Talca an. In unser Zimmer durften wir gleich rein. Da wir Zeit hatten, versuchten wir einen Bankautomaten zu finden, der uns auch Geld ausgab. Leider ohne Erfolg. Dann eben mit Dollar zahlen, denn um so südlicher wir kamen um so mehr wurde nur Bargeld akzeptiert. Naja, mal schauen wie es weiter geht. Essen waren wir in unserem Hotel. Landschaftlich wie erwähnt, wieder eher flach. Aber dafür immer noch in einem Weinanbaugebiet, deshalb probierte Micha den nächsten Wein, bisher kein Wein gefunden der wirkliche gut war. Wir fuhren heute an Kathrin und Reini vorbei, Nelli hatte gewunken, jedoch sahen sie uns nicht. Vielleicht, wenn es der Zufall will, treffen wir sie irgendwo nochmal. Temperaturen heute, Abfahrt 18°C und Ankunft 28°C.
03.11.2025
Auch am heutigen Tag konnten wir die Berge nur aus der Ferne betrachten. Gestartet hatten wir in Talca bei 14°C und es ging nach Temuco, dort angekommen hatten wir 20°C. Irgendwo auf der Route mussten wir tanken, als wir gerade ankamen waren Kathrin und Reini auf dem Sprung. Wir sahen uns noch und hielten ein kurzes Schwätzchen, die zwei werden wir bestimmt noch ein paar mal wieder sehen, denn viele Straßen nach Ushuaia gibt es nicht. Die Strecke von 435 km war in 4h 45min. gefahren. Wir hatten Lust auf Burger King, da fuhren wir noch vor dem Hotel hin. Danach ging es zum Hotel, wir stellten fest das die saubere Wäsche zu neige ging. Also nach einer Wäscherei suchen und dort die Wäsche abgeben. Es klappte sogar, das die Wäsche in 3h wieder abgeholt werden konnte. Dann hatten wir gestern in Talca versucht an einem Geldautomaten Bargeld zu holen, denn wir kamen immer mehr in die Gegend wo nur Bargeld gewünscht wurde in Chile. Heute in Temuco hatten wir Erfolg und konnten Bargeld abheben. Danach mussten wir zwei Reklamations-Videos machen, da Micha's Induktionsladeschale für sein Handy defekt war. Hätten wir gewartet mit der Reklamation bis wir wieder in Deutschland wären, wäre es zu spät gewesen, also noch hier bearbeiten. Anmerkung: In Chile muss auch ein Motorrad Mautgebühren bezahlen.
04.11.2025
Nach dem Frühstück ging es weitere 355km (3h 37min.) in Richtung Süden. Das Wetter machte mit und es blieb trocken bei 14-18°C. Leider nicht viel sehenswertes, nur flach und keine Kurven. Die Häuser bekammen immer mehr Ähnlichkeit mit Norwegen. Micha verzweifelte langsam, weil es nur geradeaus ging. Unser Hotel lag direkt an der Strandpromenade und hatte unterhalb eine Einkaufsmall. War sehr von Vorteil für uns denn wir mussten etwas Wasser und Süßkram einkaufen....wir hatten es nicht weit. Wir aßen in einem Restaurant das deutsche Gerichte hatte, sogar in der Speisekarte waren alle Gerichte auf deutsch übersetzt. Nelli aß Bratwurst mit Bratkartoffeln und Micha hatte Gulasch mit Spätzle bestellt. Leider war das Essen eine Enttäuschung, das schmeckte gar nicht nach zuhause. Naja, gegen 20 Uhr liefen wir nochmal in die Mall und gönnten uns ein Eis.
05.11.2025
Da wir noch gestern Abend das Frühstück dazugebucht hatten, fing der Tag gut an. Wie immer mussten wir morgens zuerst einmal tanken fahren. Micha chaute auf der Strecke und fand eine, als wir an dieser Tankstelle einbiegen wollten, war diese gesperrt. Dort brachte der Tankzug neuen Nachschub. Leider war in unsere Richtung keine weitere Tankstelle vorhanden, also wieder zurück in die Stadt und dort tanken. So verging eine 1h ohne weitergekommen zu sein. Aber gar nicht schlimm für uns, da wir viel zu früh dran waren. Die heutige Streckenlänge war 125km lang und das schafften wir in gemütlichen 2h 48min. Dabei gab es eine kleine Fähre von Caleta La Arena nach Caleta Puelche, die Überfahrt dauerte 35min. Danach fuhren wir nach Hornopiren, von dort hatten wir für den nächsten Tag eine Fähre gebucht. Landschaftlich ist es einfach Frühling hier, Gänseblümchen und Margariten und alles in frischem Grün. An vielen Vulkanen die noch schneebedeckten waren kamen wir vorbei und wir hatten strahlend blauen Himmel. Es war einfach schön. Essen waren wir in einem süßen kleinen Restaurant, der Lachs von Nelli war wahnsinnig lecker, Micha hatte leider kein Glück bei seiner Wahl, er bestellte einen Burger. Der war zwar riesig, aber nicht lecker. Unsere Unterkunft war ein ganzes Ferienhaus, leider gab es dort kein Klopapier, keine Badetücher/Handtücher und kein Shampoo/Bodygel. Komisch, also muss man auf das auch schauen beim Suchen und Buchen. Abends kam der Gastgeber vorbei und brachte uns Klopapier und Badetücher. Wir hatten einen kleinen Holzofen, den wir nicht einheizten, war ein Fehler den in der Nacht wurde es richtig kalt. Morgens hatten wir 6°C und da die Cabanas nicht wirklich isoliert waren, hatten wir es sehr frisch beim Aufstehen.
06.11.2025
Aufstehen um 7 Uhr, kein Frühstück und um 8 Uhr am Fährhafen sein. An diesem Tag nahmen wir die Fähre von Hornopiren nach Caleta Gonzalo. Die Sonne schien und wärmte uns, denn in der Unterkunft war es kalt gewesen. Leider sind die Cabanas nur mit Holzöfen ausgestattet und keiner anderen Heizung. Da wir gestern den Ofen nicht anzündeten, war es am Morgen sehr frisch. Nachdem wir auf die Fähre durften, legte die Fähre um 10:38 Uhr ab. Wir setzten uns in den Innenbereich der Fähre, leider war der Platz schlecht gewählt gewesen, den die Seitentüre nach draußen war neben uns. Bei jedem öffnen der Türe zog es kalte Luft hinein und es war unangenehm. Nach ca. 2h setzten wir uns an Deck auf der Rückseite der Fähre, dort zog es nicht und die Sonne war da. So konnte man es aushalten. Die Fahrt dauerte bis 15:39 Uhr, wir fuhren von der Fähre runter und sofort begann die Schotterstraße. Zuerst dachten wir das ist nur am Anfang so, nein diese war 46km lang und die letzten 10km bis nach Chaiten waren geteert. War für Michael gleich eine Herausforderung, denn er hatte damit gar nicht gerechnet und war kurz perplex. Nicht nur der Schotter zwang uns langsamer zu fahren, sondern der dabei entstehende Staub vom Vordermann war immenz. Man sah überhaupt nichts mehr, besonders wo man fahren sollte. Nachdem ein Auto und ein Reisebus überholt waren, wurde die Sicht besser. Gegen 16:45 Uhr kamen wir an unserer Unterkunft an, selbst die Auffahrt zur Unterkunft bestand aus großen, groben und losen Kieselsteinen. Da musste Micha mit seinem Fuß nachkorrigieren und Nelli stieg freiwillig ab. Die Unterkunft war eine kleine Hütte mitten im Wald, schön ruhig und gemütlich. Schnell umziehen und ab zum Essen, es gab Pizza, die lecker war. Noch kurz Wasser einkaufen und zurück zur Hütte.
07.11.2025
Der Tag begann mit einem typischen Biker Frühstück, was bedeutete, wir kauften uns Brötchen und Käse und einen Kaffee gegenüber der Tankstelle, setzten uns auf eine Bank und gönnten uns das Frühstückim Freien. Es war etwas bewölkt an dem Morgen, deswegen hatten wir lediglich 11°C, nachdem die Sonne rauskam erreichten wir gerade 14°C. Als wir an unserer Unterkunft ankamen hatte der Gastgeber bereits den kleinen Holzofen angezündet und es war kuschelig warm. Wir telefonieren mit unseren Kindern und liefen gegen 16 Uhr zum Essen. Von der Umgebung her erinnerte es uns immer wieder an Canada oder auch Norwegen. Eigentlich hatten wir wieder mit einer 60km Schotterstraße gerechnet, aber diese gab es nicht mehr auf dem Weg von Chaiten nach Puyuhuapi, es war alles geteert. Deshalb waren die 190km in 2h 22min. und etwas trödeln schnell geschafft. 13km vor Puyuhuapi tankten wir nur 8 Liter, aber in dieser Gegend musste man jede Tankstelle nehmen die man bekam, denn es konnte sein, dass die nächsten 230km keine mehr kam.
08.11.2025
Die Landschaft einfache wunderschön, Berge, Fjorde, Seen, Flußläufe und Schotterstraßen. Es ging von Puyuhuapi nach Coyhaique. Heute gab es gute 40km Schotterstraßen zum Teil sehr herausfordernd, denn es ging bergauf in Serpentinen mit losem Untergrund und Gegenverkehr. Micha hatte es geschafft ohne Absteigen zu müssen. Das waren sehenswerte 237km in 3h 40min. Die bei 9° begannen und bei 14°C endeten. Wir waren mal wieder zu früh dran, aber die Unterkunft gab uns einfach ein anderes Zimmer, so konnten wir uns umziehen und etwas Essen gehen. Hunger hatten wir bereits schon, da wir nichts zum Frühstücken hatten, denn in Puyuhuapi machten die Cafes erste gegen 10 Uhr auf. Nach dem Essen hatte es noch Platz für ein Eis, das gönnten wir uns und liefen zurück zur Unterkunft.
09.11.2025
Ein wundervoller Tag!!! Es wurde immer wärmer und wir mussten uns ausziehen, herrliche 25°C wurden uns geschenkt. Die Umgebung umrahmt von schneebedeckten Bergen, saftig grünen Wiesen, farbenprächtigen Flußläufen, Seen und vielen Kurven. Die ersten 100km waren asphaltiert und die resrlichen 115km waren geschottert. Micha wurde von Kilometer zu Kilometer mutiger, auf geraden festgefahrenen Teilstück fuhren wir fast 100kmh. Bei Gegenverkehr war manchmal Blindflug angesagt. Staub bekamen wir genügend ab, entsprechend sahen wir und das Motorrad aus. Micha hatte seine Lüftungsschlitze am Helm offen, dadurch hatte er zwei braune Streifen auf seiner Stirn. Nach 215km in 4h kamen wir in Puerto Rio Tranquilo an unserer Unterkunft an. Nachdem die Dame an der Rezeption unsere Buchung nicht fand, stellte sie fest das die Buchung erst nächsten Monat wäre. Sche.....blöd gelaufen, sie war so nett und wir konnten die Buchung stornieren ohne die Stornierungsgebühren (volle Höhe) zu bezahlen. Eigentlich wäre alles ausgebucht gewesen, aber sie sprach mit ihrem Chef und sie konnten etwas umswitchen und wir konnten ein Zimmer bekommen. Das sogar billiger und mit Frühstück war. Glück gehabt und wir waren erleichtert, denn in der kleinen Ortschaft hatte man nicht viel Auswahl. Essen mussten wir auch noch etwas, gegen 17 Uhr liefen wir zum Restaurant, Micha bestellte sich ein Filetsteak, dass war leider ein Fehler, es war durchwachsen und zäh, die Pommes waren nicht durch und die Eier waren verbrannt. Nachdem es zum Zahlen ging, sagte Micha das er das Steak nicht bezahlen will, zuerst wurde zwischen den Damen diskutiert, aber sie akzeptierten es und wir bezahlten nur das restliche Essen+Getränke.
10.11.2025
Es gab wieder Frühstück in der Unterkunft, große Auswahl hatte man zwar nicht, aber besser als gar nichts zum Essen. Danach ging es gemütlich zum See, dort hatten wir eine Bootstour gebucht zu der Marmorkathedrale, der Marmorkapelle und den Marmorhöhlen. Ein einzigartiges Erlebnis, man kann es nicht in Worte fassen wie wunderschön es war. Das Wetter schenkte uns Sonnenlicht und es war überweltigend, diese Farben unbeschreiblich, dass muss man selber gesehen und erlebt haben. Der Weg dorthin hatte sich wirklich gelohnt. Nelli hätte noch viel mehr Bilder machen können, aber die Bootstour schritt vorran und wir kamen nach 2h wieder zurück. Wir versuchten in dem Ort ein Café zu finden, das auch leckeren Kuchen hatte, leider fanden wir keines, na dann wenigstens einen Cappuccino und eine Latte. Danach liefen wir zur Unterkunft und warteten bis 15 Uhr, damit wir zum Restaurant laufen konnten. Essen und wieder zurück. Den Rest vom Tag ließen wir gemütlich ausklingen.
11.11.2025
Es gab ein gutes Frühstück und wir starteten gegen 9:15 Uhr nach Chile Chico. Das waren fantastische 165km in 3h 22min. entlang des Lago General Carrera. Die letzten 5km bis Chile Chico waren geteert, inzwischen hatten wir beide uns an die Schotterpisten gewöhnt. Von Anfang an war es bewölkt (kein Regen) und das hielt sich den ganzen Tag zwischen 12-16°C. Um ca. 13:30 Uhr kamen wir in unserem Hotel an. Wäsche waschen war wieder angesagt, dazu fanden wir wieder eine Wäscherei die 350m entfernt war. In unserem Hotel gab es ein Restaurant und dort aßen wir, Micha bestellte sich Mozzarella/Spinat Sorrentinos und Nelli Lachs-Ravioli, beides waren mit Käse Sahnesoße. SEHR LECKER!!!!
14.11.2025
Die Nacht war grauenvoll. Es hatte gewindet wie verrückt, wir hatten bedenken ob das Motorrad stehen blieb. Dann war alles hell erleuchtet im Zimmer von draußen, dann war das Bett zu eng für uns beide und die Bettwäsche war aus synthetischem Stoff, dadurch elektrisierte man sich und die Haare standen zu Berg oder es schlug Funken. Irgendwann standen wir auf und machten uns auf den Weg zur Tankstelle, dort gab es guten Kaffee+Sandwiches bei "full". Es wehte immer noch und wir bekamen während der Fahrt Seitenwind mit der Stärke von 75kmh. Das war wieder sehr anstrengend und kühlte durch. Zwischendurch sahen wir sogar einen Regenbogen, was hieß, da musste es regnen. Durch den starken Wind, flogen kleine Wassertropfen zu uns rüber, dass hielt ungefähr einen Kilometer an und es war wieder trocken. Nur der Wind blieb. Die Temperatur war morgens bei 11°C, mit dem Regen 8°C und zum Schluß hatten wir 14°C. Wir durften heute den nächsten Grenzübergang nach Chile durchlaufen, war auch sehr unkompliziert und ging schnell. Circa 50km nach der Grenze kam eine Fähre, wir fuhren über die Magellanstrasse, ca. 5km lang und brauchten dafür 35min. . Noch 42km zur Unterkunft in Cerro Sombrero und wir waren froh angekommen zu sein für diesen Tag. Leider hatte die Unterkunft schlechte Bewertungen für das Restaurant, deswegen fuhren wir 1,5km zu einem anderen. Die Einöde hat sich nicht verändert und war nicht sehr spannend. Gefahrene Strecke 410km in 5h.












